Marihuana: Ein Heiler oder ein Mörder? | happilyeverafter-weddings.com

Marihuana: Ein Heiler oder ein Mörder?

Für einige ist Marihuana, genau wie jedes andere Kraut, das Geschenk der Natur an den Menschen. Für andere ist Marihuana ein giftiges und süchtig machendes natürlich vorkommendes Kraut, das um jeden Preis vermieden werden sollte.

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Die Debatte über die gesundheitlichen Vorteile von Marihuana ist lang, und bis heute sind die Meinungen noch geteilt, ob Marihuana wie jedes andere Kraut routinemäßig verwendet werden sollte oder nicht. Der Punkt dieses Artikels ist nicht zu sagen, ob oder warum oder warum nicht Marihuana entkriminalisiert werden sollte oder nicht. Wir werden einfach schauen, was Marihuana ist, chemisch und medizinisch gesprochen, und in diesem Sinne werden wir seine Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit analysieren, sei es positiv oder negativ.

Was ist Marihuana?

Cannabis ist ein psychoaktives Kraut, das aus Cannabis sativa, Cannabis indica und Cannabis ruderalis gewonnen wird . Es enthält mindestens 483 Verbindungen, von denen 83 Cannabinoide sind. Cannabinoide sind chemische Verbindungen, die auf die Cannabinoidrezeptoren im menschlichen Körper (im Gehirn und im Immunsystem) einwirken. Der Körper selbst gibt eine gewisse Menge an Cannabinoiden frei, aber solche, die exogen sind, können aus Pflanzen wie Marihuana (Phytocannabinoide) gewonnen werden.

Wie funktioniert Marihuana?

Die aktive Komponente von Marihuana heißt Tetrahydrocannabinol (THC) und funktioniert ähnlich wie unsere natürlichen endogenen Cannabinoide.

Um zu verstehen, wie Marihuana funktioniert, ist es wichtig, unser normales Endocannabinoid-System besser zu verstehen.

Das endogene Endocannabinoid-System

Der Körper besitzt eine größere Vielfalt an Cannabinoidrezeptoren, die im zentralen und peripheren Nervensystem gut verteilt sind. Die zwei Hauptkategorien von Cannabinoidrezeptoren sind CB1 und CB2. Sie finden sich in größeren Mengen in Bereichen, die Lust, Gedächtnis, Denkprozesse, Konzentration, Bewegung und Gleichgewicht, Sensorik und Wahrnehmung, Nahrungsaufnahme, allgemeinen Stoffwechsel und Energieverarbeitung betreffen. Zu diesen Körperorganen gehören der Hypothalamus, der Nucleus accumbens, der Vagusnerv, der Hirnstamm (Pons und Medulla oblongata), das Verdauungssystem, die Leber und das Fettgewebe.


Wenn jemand Marihuana raucht, wird das THC, das es enthält, durch das Blut transportiert und bindet an die Cannabinoidrezeptoren. Angesichts der Tatsache, dass THC in hohen Mengen freigesetzt wird, sind die Cannabinoidrezeptoren übermäßig stimuliert, was das "Marihuana-High" erzeugt, das Marihuana-Konsumenten normalerweise erleben. Marihuana-Effekte sind beim Rauchen schneller als bei der Einnahme, da die Inhalation eine schnellere und schnellere Diffusion von THC in den Blutkreislauf im Vergleich zur Verdauung ermöglicht (dies dauert mehrere Stunden und reduziert die Bioverfügbarkeit des Medikaments)

Auswirkungen auf Körpersysteme

Erinnerung

Es wird allgemein angenommen, dass Menschen, die Marihuana konsumieren, Kurzzeitgedächtnisdefekte haben. Untersuchungen an Mäusen, die mit THC behandelt wurden, zeigten jedoch ein gestörtes Langzeitgedächtnis aufgrund der Unterdrückung des Hippocampus (Teil des Gehirns, der für die Konsolidierung von Langzeitgedächtnis verantwortlich ist). Eine kürzlich durchgeführte Studie zeigte jedoch, dass die Behandlung von Ratten mit hoher THC-Dosis das Wachstum von Hippocampus-Neuronen stimulieren könnte. Damit hängt die Wirkung von THC auf die Gedächtnisleistung tatsächlich von der Dosis und möglicherweise von der Art der Neuronen (sei es erregend oder hemmend) ab.

Siehe auch: Marihuana: Vor- und Nachteile

Appetit

Endocannabinoide binden direkt an CB1-Rezeptoren in hypothalamischen Kernen, um den Appetit zu stimulieren. Eine an Mäusen durchgeführte Studie zeigte, dass Mäuse, deren CB1-Rezeptor ausgeschlagen wurde, im Vergleich zu wilden Mäusen weniger hungrig und wesentlich schlanker waren. Zusätzlich beeinflussen die Endocannabinoidrezeptoren die Geschmackswahrnehmung durch Erhöhen der Intensität der neuronalen Signalgebung in den Geschmackszellen. Durch die Stimulation der Rezeptoren im Nucleus accumbens lösen Endocannabinoide schließlich die Belohnung und das Vergnügen aus, die wir beim Essen erleben.

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